Unternehmen spenden für Fahrausbildung von Menschen mit Behinderung

Pressemitteilung

Spende kommt dem Projekt "Mit Mobilität in den Arbeitsmarkt" des Christophorus-Werkes Lingen e. V. zugute.
Datum: Donnerstag, 26. April 2018

Lingen. Unter dem Stichwort "Patenschaft Mobilität" haben vier Lingener Unternehmen dazu beigetragen, dass Menschen mit Behinderung mobiler auf dem Arbeitsmarkt sein können: 2.000 Euro spendeten die Zech Ingenieurgesellschaft mbH, die Volbers Vehmeyer & Partner PartG GmbH sowie die Firmen Knollenborg & Partner und die ARU Ingenieurgesellschaft mbH.

Vergangene Woche übergaben Siegfried Zech, Matthias Hartwig und Benedikt Beckmann als Vertreter der Unternehmen den Scheck an Christophorus-Werk-Geschäftsführer Georg Kruse. Kruse sagt: "Mit der Spende stocken wir unseren Mobilitäts-Fonds auf." Mit diesem Fond unterstützt das Christophorus-Werk die Auszubildenden im Berufsbildungswerk (BBW) und die Beschäftigten in der Werkstatt für Menschen mit Behinderung, mobiler zu werden.
Denn: Wer heute ohne Führerschein eine Ausbildung, ein betriebliches Praktikum oder einen Beruf ausüben will, hat es sehr schwer. Kruse weiter: "Das trifft diejenigen, die ohnehin besondere Unterstützung benötigen, noch härter."

Mobilität ist auf dem Arbeitsmarkt Voraussetzung

Möglichst alle Absolventen des Berufsbildungswerkes sollen sich nach ihrer Ausbildung ins Arbeitsleben integrieren und eine gute Arbeitsstelle finden. Das ist Ziel und Wille aller Mitarbeitenden im Berufsbildungswerk und natürlich der jungen Leute selbst. Bereits während ihrer Ausbildung absolvieren die Jugendlichen deshalb viele Praktika in Betrieben. Sie pendeln mitunter fast täglich zwischen Berufsschule, Betrieb und Berufsbildungswerk.

Auch Menschen mit Behinderung, die außerhalb der Werkstatt arbeiten oder betriebliche Praktika machen, wollen und sollen entsprechend mobil und flexibel sein. "Mobil zu sein ist eine unverzichtbare Anforderung auf dem Arbeitsmarkt", betont Kruse. Eine Fahrausbildung wird aber von keinem Kostenträger übernommen. Deshalb hat das Christophorus-Werk das Projekt "Mit Mobilität in den Arbeitsmarkt" ins Leben gerufen.

Beim "Kleinen Fest der großen Hilfe" machten das Christophorus-Werk, der Rotary Club Lingen und der Lions Club Lingener Land vergangenes Jahr viele Unternehmen und Entscheider aus Politik, Wirtschaft und Kirche auf dieses Anliegen aufmerksam. Damals kamen rund 5.500 Euro zusammen.

Fonds für Darlehen, Zuschüsse und Leihroller

Mit ihrer Mobilitäts-Patenschaft bewirken die vier Spender, dass Menschen mit Behinderung beispielsweise Unterstützung beim Lernen der Theorie bekommen. Oder dass Zuschüsse in Form eines Darlehens gewährt werden können. Aus dem Fond werden auch Elektroroller bezahlt, die leihweise zur Verfügung stehen. Einen Führerschein in der Tasche zu haben, erhöht für jeden die Chance, als Bewerber um einen Arbeitsplatz mitzuhalten - und am Ende hoffentlich eine gute Stelle zu bekommen.

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Christophorus-Werk-Geschäftsführer Georg Kruse (g. l.) nimmt den symbolischen Scheck, überreicht von Siegfried Zech und Matthias Hartwig und Benedikt Beckmann, dankend an (Fotonachweis: Christophorus-Werk Lingen e. V.)