Einführung/Änderung der Geruchsimmissions-Richtlinie (GIRL) in Niedersachsen

Zur Beurteilung von Geruchsimmissionen ist bereits seit November 2000 in Niedersachsen eine Richtlinie zur Feststellung und Beurteilung von Geruchsimmissionen eingeführt (GIRL).

Im Juli 2006 wurde im Niedersächsischen Ministerialblatt Nr. 24/2006 eine aktualisierte Fassung der GIRL veröffentlicht.

Als wesentliche Änderung gegenüber der alten Fassung ist die Festlegung des Ausbreitungsmodells AUSTAL2000 zur Berechnung der Geruchsimmissionen zu nennen, welches bereits in der TA Luft 2002 festgelegt wurde. Somit ist nun ein einheitliches Ausbreitungsmodell für die Ermittlung von Geruchsimmissionen und Luftinhaltsstoffen vorhanden.

Als weitere Neuerung wurde die Möglichkeit zur Berücksichtigung angenehmer Gerüche in die GIRL aufgenommen. Im Falle hedonisch eindeutig angenehmer Gerüche besteht nunmehr die Möglichkeit, deren Beitrag zur Gesamtbelastung mit dem Faktor 0,5 zu bewerten. Das heißt, eindeutig angenehme Gerüche dürfen häufiger an einem Immissionspunkt auftreten als andere Geruchsimmissionen. Eine Methode zur Ermittlung von angenehmen Gerüchen ist in der GIRL ebenfalls festgelegt.

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